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William Wallace

 

William Wallace kam um 1272 in einem Ort namens Elderslie zur Welt. Der Vater von William, Malcolm genannt, wurde im Jahr 1291 getötet, als Edward Schottland eroberte. Diese Tat schürte Williams Hass gegen die englischen Besatzer. Sein erster Zusammenstoss mit den englischen Behörden passierte noch im selben Jahr, als Besatzungstruppen Freude daran hatten, einheimische aufzumischen. Sie suchten sich, unter anderem, ausgerechnet den jungen Wallace aus. Ein fataler Fehler. Schwerter wurden gezogen und William erstach einen englischen Soldaten namens Selby. Von diesem Tag an galt William Wallace als Vogelfrei. Im Laufe der folgenden 5 Jahre, lebte William Wallace ein Robin Hood ähnliches Leben. Der wohl bekannteste Geschichtenerzähler, Blind Harry erzählte wie William drei englische Soldaten am Fluss Irvine tötete, nachdem sie ihm seinen Fang stehlen wollten. Er erzählte auch wie ein Engländer, mit dem Ruf eines Gewichthebers, jedem Schotten der sich traute, ihn mit einer Art Latte eins überzubraten. Der Spass kostete lediglich 1 Groat (4 Pence) Wallace gab ihn 3 Groats und brach sein Kreuz.  Er erzählte zudem noch wie Wallace seiner Gefangenschaft in Ayr entkommen konnte als er die Wärter austrickste in dem er sich Tot stellte. Nach der schottische Niederlage in Dunbar und der zunehmenden Unterdrückung, wurden die Heldentaten von William Wallace immer gefährlicher und des modernen Guerillakampf ähnlicher. Diese Periode machte Wallace zu einer Führerpersönlichkeit. Sein Ruf verbreitete sich schnell und Männer strömten von überall her, um ihn zu begleiten. Im 300 Meilen entfernten Nordosten Schottlands, hisste der junge Edelmann Andrew de Moray die Familienfahne über Ormonde Castle und erklärte damit seine Abneigung gegen die englischen Aggressoren. Moray verursachte eine Revolte im ganzen Nordosten. Nach der Einnahme von Inverness und Elgin, marschierte er Richtung Süden. Währenddessen war Wallace auf dem Weg nach Norden. Anfang August 1297 nahm er Dunnottar Castle ein, ehe er sich mit de Moray, nahe Aberdeen, die Hände reichte. Wallace organisierte die Belagerung Dundees bevor er und de Moray sich wieder in Richtung Süden begaben. Zur gleichen Zeit marschierten die scheinbar unbesiegbaren Engländer auf Stirling zu.

Die Schlacht von Stirling

Am 11. September 1297, versteckten sich William Wallace und Andrew de Moray zusammen mit schottische Patrioten, die zum grössten Anteil aus dem gemeinen Volk des Landes bestand, in den Wäldern auf einer Anhöhe westlich von Abbey Craig. Sie beobachteten wie die Anzahl von Engländern, auf dem nördlichen Ufer des River Forths, ständig zunahm. Im richtigen Moment gab Wallace den Befehl und die Schotten stürmten das Schlachtfeld und warfen sich in den Kampf gegen das 'mächtigste Heer des Christentums'. Die Engländer verfügten über eine Macht von 1000 Reiter und 50000 Fusssoldaten. (Zahlen variieren je nach Quelle) Die Engländer gerieten in Panik. Es hatte den Anschein als ob die Schotten von überall und nirgendwo auftauchten, obwohl die Engländer ihnen eins zu drei überlegen waren. Danach folgte ein Gemetzel. Die englischen Verluste betrugen mehr als 10000 Mann an jenem Tag. Und es sollten noch mehr werden, als das dezimierte Heer versuchte wieder zurück nach England  zu fliehen. Die Verluste auf schottischer Seite waren erstaunlich niedrig - mit Ausnahme eines herben Verlustes. Andrew de Moray wurde ernsthaft verwundet. Der Vize-Kommandeur von Wallace erlag, nur einigen Wochen nach dem spektakulären und unerwartetem Triumph, seine Verletzungen. Wallace ging als Sieger von Stirling Bridge hervor und im jungen Alter 25 Jahren, wurde er zum Reichsverweser und Beschützer Schottlands ernannt. Er setzte seinen Siegeszug fort in dem er in Nordengland einmarschierte. Er überfiel Festungen und beschlagnahmte dringend benötigte Vorräte und Beute für, ein vom Krieg gezeichnetes, Schottland. Wallace, vormals ein Gemeiner, genoss eine überwältigende Popularität. Er begann eine Sozialrevolution, wo Soldaten nach Können befördert wurden, und nicht nach Titeln oder Sozialrang. Den Edelleuten missfiel das Ganze. Ein Missfallen, der Wallace in Falkirk zum Verhängnis wurde.

Die Schlacht von Falkirk

William Wallaces Sozialrevolution tauschte Feudalismus gegen ein System basierend auf Römisch- und Griechisch Militärischen Traditionen, wobei nach Können befördert wurde und nicht nach Gesellschaftsstand. Der neue Reichsverweser und Beschützer Schottlands steigerte dadurch nicht gerade seine Beliebtheit in den Adeligen Kreisen jedoch durch seine Popularität konnten sie dem nicht viel entgegensetzen. Im Juni 1298, eine Einheit von 100 000 Mann formierten sich in Berwick, diesmal unter dem direkten Kommando von Edward the Longshanks. Sie marschierten nördlich in Richtung Edinburgh als Edward ernsthaft in Erwägung zog, mangels Verpflegung, umzukehren. Jedoch ein Späher meldete ihm, dass die schottische Armee in der nähe von Stirling ihr Lager aufgeschlagen hat. Auf Grund dessen zwang Edward seine Armee in Richtung Linlithgow weiter zu marschieren während die Schotten schliefen. Am 22.Juli formierten sich die Schotten südlich von Falkirk um Edwards mächtiger Armee entgegenzutreten. Der Angriff begann seitens der Engländer. 3000 Kavalaristen in schweren Rüstungen attackierten zuerst doch die Schiltroms (menschliche Barrikaden) hielten stand. Die walisischen Bogenschützen weigerten sich zu kämpfen aber die Lancastrians  schossen ihr ganzes Potential ihrer tödlichen, langen Bogen auf die eng formierte schottische Infanterie. Ein entscheidender Angriff der anwesenden 500 schottische Kavalaristen hätte die Bogenschützen womöglich gesprengt aber zogen es vor, auf Rat des ältesten schottischen Edelmannes `Red Comyn´ das Schlachtfeld zu verlassen. Die Waliser kehrten ins Getümmel zurück und beteiligten sich am Gemetzel der wehrlosen, schottischen Schiltroms. Der demoralisierte Wallace zog sich, zusammen mit einigem Überlebenden, zurück. Einige wagten zu behaupten Comyn zog sich aus Angst zurück. Aber Verrat und Neid waren sicherlich eher die richtigen Motive. Durch seine heldenhaften Errungenschaften liess William Wallace einige Edelleute lachhaft erscheinen. Abgesehen davon waren unter den Toten auf dem Schlachtfeld von Falkirk an jenem Abend wenige schottischen Edelleute zu beklagen. Das Erscheinen von Robert The Bruce auf Seiten Englands in Falkirk wurde von Blind Harry erwähnt und wurde von Randall Wallace in Braveheart übernommen. Jedoch ist sich die Mehrheit der Historiker einig das er sich zu diesem Zeitpunkt auf seinem Landsitz in Carrick aufhielt. 

Robert the Bruce kämpfte sicherlich nicht auf schottischer Seite, da sein Anspruch auf die schottische Krone, im Falle eines Sieges, nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen wäre. Der Anspruch wäre, dem im Exil lebendem John Baliol zugefallen. Nach der Schlacht von Falkirk trat Wallace als Reichsverweser und Beschützer Schottlands zurück. Er ging nach Frankreich, in der Hoffnung, internationale Unterstützung für die Befreiung Schottlands und dessen Unabhängigkeit, zu gewinnen .

Im Jahr 1302 kehrte William Wallace nach, dem vom Krieg verwüsteten, Schottland zurück. Es scheint als ob er die schottische Armee in einigen kleineren Schlachten geführt  haben soll, aber es fehlte ihm dennoch am benötigten Einfluss um einen Krieg in einem grösseren Ausmass zu führen.  Edwards Einfluss wurde vom mal zu mal grösser als immer mehr Edelleuten, erneut, den Frieden mit ihm suchten. Edward ging gnädig mit ihnen um, insbesondere mit Edelleuten wie Bruce und Comyn aber nicht mit Wallace. In Juli 1305 reiste Wallace nach Glasgow, in der Hoffnung Bruce zu treffen. Über einen Monat wartete er, ungeduldig, in ein geheimes Versteck in Robroyston am Stadtrand. Bruce erschien nicht - und Wallace wurde verraten. Er wurde aufgespürt von einer Gruppe schottischer Ritter, angeführt von Sir John de Menteith. Er wurde in Ketten gelegt und nach London gebracht. Sir William Wallace wurden unzählige Vergehen gegen die Krone vorgeworfen, darunter Mord. Dennoch ist das Vergehen Hochverrat schwer zu verstehen. Er hatte Edward I niemals die Treue geschworen. Genaugenommen, war es exakt jenes Vergehen das Edward unbedingt ahnden wollte. Seine Strafe fiel alles andere als Mild aus. Nach einem Schauprozess wurde er in einem Weidenkorb durch London geschliffen. Er wurde Kastriert, und teile seiner Gedärme wurden Stück für Stück rausgerissen und vor seinen sterbenden Augen verbrannt. Er wurde Enthauptet und Gevierteilt. Sein Kopf wurde auf der London Bridge an einem Pfahl aufgespiesst. Die Vier restlichen Teile seines Körpers wurden in Berwick, Newcastle, Perth und Stirling öffentlich ausgestellt, als Mahnmal für diejenigen die Wallace Beispiel zu folgen vermögen. 
Die erhoffte Wirkung blieb aus. Im Jahr 1306 wurde Robert The Bruce, Earl of Carrick zum König Robert I von Schottland ernannt. Ein Jahr später , 1307, starb Edward the Longshanks und Schottland konnte erneut Hoffnung auf Freiheit schöpfen.

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