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Des einen Wildnis ist des anderen Entwicklungspotential. Dieser uralte Interessenkonflikt hat sich in den Highlands zu einem erbitterten Kampf zugespitzt, denn die Holzindustrie spricht nunmehr davon, die Waldflächen Schottlands in den kommenden  Jehrzehnten von 13 auf 30 Prozent ausweiten zu wollen!

Im Mittelpunkt dieser Kontroverse steht das “fließende Land” (Flow Country) von Caithness und Sutherland im hohen Norden, das so genannt wird, weil die das Land bedeckenden Torfmoore so aussehen, als wandern sie langsam wie Gletscher. Diese wunderschöne Landschaft, eines der letzten Wildnisgebiete Europas, ist Brutplatz für die in Großbritannien selten gewordenen Watvögel. Dennoch sind die Kiefern- und Fichtenwälder auf einem stetigen Vormarsch durch das Moorland und zerstören die Lebensräume vieler selten gewordener Tiere.

South Angus Survival beabsichtigt, in diesem Gebiet weiteres Land zu erwerben, Land, das derzeit davon bedroht ist, mit einem Kiefernwald bepflanzt zu werden, wodurch diese malerische Landschaft in einen vollkommen gleichförmigen Kiefernforst verwandelt würde. Abgesehen von der grenzenlosen Monotonie wären die Auswirkungen auf die zur Zeit dort lebende vielfältige Tierwelt verheerend.

Ein heutzutage von Menschenhand geschaffener Kiefernforst hat jedoch nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit einem natürlich gewachsenen Wald. Zum einen fehlt die Vielfalt an Bäumen, wie sie in einem natürlichen Wald vorherrschen würde, zum anderen gibt es kein Unterholz, das den Tieren Schutz gewährt, da die Bäume so nah wie wirtschaftlich vertretbar und in möglichst geraden Reihen gepflanzt werden. Auch Besucher dürfen die nur wenige Meter breiten Wege, die durch diese "Holzfabriken" führen, nicht verlassen, und häufig sind diese Wege zudem durch Maschinen oder aufeinandergeschichtete Stämme versperrt.

 

 

Sehr zu empfehlen - schottische Volksmusik, Bagpipes u.v.m.

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